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THE PAULY GROUP

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Zur Unternehmensgruppe THE PAULY GROUP gehören die EKO-PLANT GmbH, die HUMUS- UND ERDEN KONTOR GmbH sowie die INFU GmbH mit dem Fachlabor PLANCO-TEC. Da gibt es immer wieder Neuigkeiten zu berichten, sei es aus der Unternehmensgruppe oder zu Themen, die unsere Arbeit und die Interessen unserer Kunden berühren. Erfahren Sie mehr über uns - einen Überblick zu aktuellen Themen finden Sie hier.

Untersuchungen von biologischen Parametern in organischen Reststoffen

Ob Hühnermist, Kompost, Klärschlamm, Brotteig oder Schlachtabfälle – die Labormitarbeiter von PCT sind nicht zimperlich, wenn es um die Untersuchung von außergewöhnlichen Proben geht.

Vor zwei Jahren entschieden wir, die Unternehmen EKO-PLANT, HUMUS- UND ERDEN KONTOR und INFU mit dem Speziallabor PLANCOTEC unter dem Dach von THE PAULY GROUP zusammenzuführen. Die Reaktionen, die wir zu dieser Entscheidung von unseren Kunden, Partnern und Freunden erhalten haben, waren positiv. Dies ist für uns ein Signal, diesen Weg weiter zu gehen.

Das Signal aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist eindeutig: „Wir werden die Klärschlammausbringung zu Düngezwecken beenden und Phosphor und andere Nährstoffe zurückgewinnen.“ Ein Satz, kurz und bündig – möglicherweise von großer Tragweite. Grundsätzlich begrüßen wir diese politische Entscheidung, weil sie im Klärschlammmarkt Klarheit schaffen wird. Die endlosen Diskussionen der letzten 25 Jahre über die Qualität von Klärschlämmen mögen damit ein Ende haben und wir können uns auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Schon Ende der 80er Jahre - in der Planungsphase der ersten deutschen Klärschlammvererdungsanlage auf der Insel Norderney - wurde von den Fachbehörden die Frage nach der zukünftigen Verwertung des Endmaterials gestellt. Hierauf antworteten wir: „Mit den Rahmenbedingungen der Klärschlammverordnung lässt sich auch Klärschlammvererdungsmaterial verwerten.“ Eine richtige Antwort, der Bau der Anlage eine richtige Entscheidung der Insulaner. Das Material aus der Klärschlammvererdungsanlage wurde in den mittlerweile fast 25 Jahren ihres Betriebs über die Wege Landwirtschaft und Landschaftsbau verwertet.

Die politischen Willensbekundungen zur Einschränkung dieser Art der Klärschlammverwertung und damit zur Verbrennung werden zukünftig den Markt in Bewegung versetzen. Uns stimmt es allerdings mehr als nachdenklich, wenn politisch die „Verbrennung von Wasser“ beschlossen wird. Zumal es derzeit noch an den dafür notwendigen Verbrennungskapazitäten mangelt. Die Politik gibt bislang keine schlüssigen Auskünfte darüber, welche ökologischen und ökonomischen Konsequenzen von dieser politischen Stoßrichtung zu erwarten sind.

Ökologische Ziele – ökonomische Auswirkungen

Einerseits können wir nachvollziehen, dass die Ressource Phosphat für uns von großer Bedeutung ist und beispielsweise über Recyclingverfahren auch die Verfügbarkeit zu den Ressourcen sichergestellt sein muss. Insofern werden ökologische Ziele erreicht, indem man Ressourcen schont und dazu Klärschlämme verbrennt.

Andererseits wird hiermit der Startschuss zum Streit um die Zukunftsressource Klärschlamm gegeben. Ein völlig neuer Verwertungsmarkt wird entstehen und dies mit einer sehr langfristigen Perspektive. Gleichzeitig werden bestehende Strukturen, deren Aufbau sehr lange gedauert hat, mehr oder weniger schnell in den nächsten Jahren zerschlagen werden. Sicher scheint uns dabei in jedem Fall, dass die Kosten steigen werden.

Was wir unseren Kunden versprechen können: Zeit

Noch ist völlig offen, welche Maßnahmen Bund und Länder zur Umsetzung der politischen Ziele ergreifen werden. EKOPLANT schaut vor diesem Hintergrund gelassen in die Zukunft. Mit geringen Kosten und mit flexiblen Verwertungs- und Entsorgungswegen ist Klärschlammvererdung das einzige System, das langfristig Investitions- und Planungssicherheit bietet. Und das zu lukrativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und vor dem Hintergrund eines sinnvollen ökologischen Gesamtkonzeptes.

Ein wesentlicher Pluspunkt: Wir schaffen damit unseren Kunden einen riesigen Zeitpuffer und jede Menge Flexibilität, um in aller Ruhe Lösungen für die abschließende Verwertung zu entwickeln. Ein Pluspunkt, den auch schon die Insulaner auf Norderney mit ihrer Vererdungsanlage genutzt haben: Inbetriebnahme, Bewirtschaftung und 10 bis 15 Jahre später die Entscheidung, welcher Verwertungsweg ökologisch und ökonomisch nachhaltig und sinnvoll ist.

Autor: Dr.-Ing. Udo Pauly, Geschäftsführer EKO-PLANT GmbH

Quelle: NaTec Sonderausgabe IFAT 2014