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THE PAULY GROUP

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Brände und Torfabbau gefährden einzigartige Moorlandschaften. Die Neu-Eichenberger Firma HUMUS- UND ERDEN KONTOR ersetzt den Rohstoff durch Komposte.

Der Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen hat den Blick auf einen einzigartigen Lebensraum gelenkt. Doch nicht nur Brände schädigen Moore. Sie werden auch durch landwirtschaftliche Nutzung und den Torfabbau zerstört. Für Alternativen zum Torf im kommerziellen und privaten Gartenbau macht sich die Neu-Eichenberger Firma HUMUS- UND ERDEN KONTOR seit mehr als 20 Jahren stark.

„Moore sind nicht nur Lebensraum für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt“, sagt Produktmanager Christian Seibel. Sie seien zudem, ähnlich wie die Regenwälder, gewaltige Reservoirs, die als Kohlenstoffspeicher dienen. Durch den 1000 Hektar großen Brand auf der Moorlandschaft bei Meppen werde das Kohlendioxid freigesetzt und beschleunige den Klimawandel. Das passiere auch durch die Trockenlegung von Mooren und den Torfabbau.

„Weite Teile der Moorlandschaft zwischen dem Emsland und Bremen sind seit dem 18. Jahrhundert als Siedlungsland für Bauern urbar gemacht worden“, weiß Seibel. Abgebauter Torf habe früher als Brennmaterial gedient. Heute würden zwei Drittel der gewonnenen Mengen vom Erwerbsgartenbau genutzt. Ein Drittel verwendeten Hobbygärtner. Eine kleine Menge nutze die Medizin als Badetorf.

„Für den Gartenbau werden bundesweit im Jahr 9,5 Millionen Kubikmeter Erden hergestellt“, berichtet Seibel. Diese sogenannten Kultursubstrate beständen zu acht bis neun Millionen Kubikmetern aus Torf. Das entspräche rund 1,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Der kalkarme und nährstofffreie Rohstoff werde vor allem wegen seiner Wasserspeicherfähigkeit und des hohen Luftporenvolumens verwendet. Vom benötigten Torf liefere Niedersachsen sieben Millionen Kubikmeter. Der übrige Torf komme vor allem aus dem Baltikum.

„Aufgrund der Endlichkeit der Vorkommen suchen Wissenschaftler seit 30 Jahren nach Ersatzstoffen“, sagt Seibel. HUMUS- UND ERDEN KONTOR setze auf regionale Komposte. Das Kontor arbeite mit den Betreibern von 50 Anlagen zusammen, die RAL-gütegesicherte Komposte produzieren. Sie werden zu Erden weiterverarbeitet und regional unter der Dachmarke Floratop® als Oberhessische, Hannoversche oder Fränkische Erden vermarktet. Die Produkte gibt es auch in Bio-Qualität ohne Mineraldünger und Netzmittel.

„Für den zentral organisierten Handel haben wir 2011 die stark torfreduzierte Marke HEIMATKONTOR Erde entwickelt“, führt Seibel aus. Der Kompost stamme aus 18 Regionen Deutschlands. Die Erden würden dezentral hergestellt, um die Transportwege kurz zu halten, und kämen in den handelsüblichen Säcken auf den Markt, beispielsweise als Niedersächsische, Westfälische und Hessische Erden.

„Mit einem 45 Liter-Sack regionaler, kompostbasierter Blumenerde lassen sich im Vergleich zu einer durchschnittlichen Blumenerde sechs Kilogramm Kohlendioxid einsparen“, rechnet Seibel vor. Bezogen auf die Gesamtmenge verkaufter Sackware seien das rund 1.000 Tonnen pro Jahr. Im Bereich der losen Ware würden weitere 1.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Bundesweit betrachtet seien die möglichen Kohlendioxid-Einsparungen durch Torfersatz gewaltig. Mehr als 1,1 Millionen Tonnen ließen sich vermeiden, wenn 50 Prozent weniger Torf bei der Herstellung gärtnerischer Erden Verwendung fänden. Das sei machbar. HUMUS- UND ERDEN KONTOR ist mit seinen Regionalerden auf einem guten Weg, da multifunktionelle Produkte in Sachen Qualität, Moor- und Klimaschutz entstehen.