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Warum nach der Trocknung von mechanisch entwässerten Klärschlämmen immer mehr übrig bleibt als nach der Trocknung von Klärschlammerden.

ksv nieder ohmen grossMit Hilfe der Natur wird Klärschlamm entwässert und organische Substanz abgebaut.Jede Tonne Klärschlamm bedeutet für die Betreiber von Kläranlagen Kosten für Verwertung oder Entsorgung. Und da Klärschlamm zu 98 bis 99 Prozent aus Wasser besteht, ist er in erster Linie ein Wasserproblem. Klärschlamm muss also zunächst entwässert werden und der verbliebene Wassergehalt kann durch eine nachfolgende Trocknung noch einmal reduziert werden. Der Grundgedanke der Klärschlammbehandlung ist also scheinbar ganz einfach: Je weniger am Ende übrig bleibt, desto besser.

Und genau da zeigt sich ein weiterer Vorteil der EKO-PLANT Klärschlammvererdung: Hier wird nicht nur entwässert, sondern entwässert und organische Substanz abgebaut. So wird zusätzlich Masse reduziert.

Das kann keine mechanische Entwässerung. Und auch durch eine nachfolgende Trocknung, egal wie, bleibt von vererdetem Klärschlamm am Ende deutlich weniger übrig, als von mechanisch entwässertem. Vererdung mit anschließender Trocknung reduziert die verbleibende Masse stärker, als jedes andere Verfahren der Klärschlammbehandlung.

Biologische Aktivität reduziert die Trockensubstanz zusätzlich

Wie das geht? Technische Entwässerungsmethoden trennen das Wasser von der darin enthaltenen Trockensubstanz. Die Trockensubstanz selbst bleibt unverändert und ihre Masse kann sich somit natürlich auch nicht verringern.

Die Klärschlammvererdung ist hingegen ein biologisches System. Durch Schwerkraft, Transpiration über die Pflanze und Oberflächenverdunstung wird entwässert. Durch hohe biologische Aktivität im Wurzelraum der Schilfbeete wird gleichzeitig die organische Substanz im Klärschlamm mineralisiert.

Zudem werden Stickstoffverbindungen durch Nitrifikation und Denitrifikation um- und abgebaut und mineralische Bestandteile mit dem Filtratwasser ausgeschwemmt. Im Vergleich zur mechanischen Entwässerung reduziert sich die Masse der verbleibenden Trockensubstanz erheblich. Und wie schon bemerkt: Je weniger am Ende übrigbleibt, desto besser.

Bilanzergebnisse zeigen: aus einem Eintrag von 400 Tonnen TR in ein Vererdungsbeet können nach Abschluss der Vererdung 300 Tonnen TR werden. Diese Prozesse lassen sich steuern, sie sind u.a. eine Funktion der Beaufschlagung der Beete mit Klärschlamm und der Wahl des Zeitraums der Lagerung im Beet oder auf einer Nachlagerfläche.

Massenreduktion auch nach Trocknung

Die Klärschlammvererdung hinterlässt eine deutlich geringere Masse an entwässertem Material als technische Verfahren. Und dieser Vorsprung bleibt auch bei nachgeschalteter Trocknung erhalten! Soll also zusätzlich getrocknet werden, so wird der Input zur Trocknung durch Vererdung kleiner. Anders ausgedrückt: würde die gleiche Menge Klärschlamm nach mechanischer Entwässerung oder nach Vererdung einer Trocknung zugeführt und auf 100% Trockensubstanz getrocknet, dann wäre der Haufen Klärschlammerde immer der kleinere und leichtere. Und er wäre dadurch auch kostengünstiger zu verwerten oder zu entsorgen.

Alle Optionen offen

Ob eine Trocknung sinnvoll ist, entscheiden Sie als Betreiber vor dem Hintergrund betriebswirtschaftlicher Überlegungen. Durch die gleichzeitige Lagerung des Klärschlamms in den Vererdungsbeeten gewinnen Sie Zeit und die Vererdung lässt Ihnen alle Optionen offen. Sie können in Ruhe abwarten, bis die Verwertungs- und Entsorgungswege wieder klarer geworden sind und müssen die Kapriolen eines von „Entsorgungsnotständen“ und Preisschwankungen geprägten Marktes nicht mitgehen.

Und außerdem ...

Wenn Ihre Kläranlage eine Ausbaugröße von weniger als 50.000 Einwohnerwerten aufweist, gilt im Übrigen:

  • Es gibt keine Befristung für die landwirtschaftliche Verwertung.
  • Es gibt kein Verbot der landwirtschaftlichen Verwertung.
  • Es gelten die Regelungen des Düngerechtes und der Klärschlammverordnung, sowie der Kreislaufwirtschaft bei der Verwertung von Klärschlamm auf und in Böden.